Wildwasser-Schwierigkeitsgrade – Was bedeuten die Klassen?

Beim Raften und Kajakfahren werden Wildwasserflüsse international in sechs Schwierigkeitsklassen eingeteilt. Das System hilft Paddlern, die richtige Tour für ihr Erfahrungsniveau zu wählen. Wir erklären jede Klasse mit konkreten Beispielen aus dem Alpenraum.

Klasse I – Leicht

Ruhiges Wasser mit kaum Hindernissen. Perfekt für absolute Einsteiger und Kinder ab 5 Jahren. Beispiel: Unterer Lech in Füssen.

Klasse II – Einfach

Kleine Stromschnellen mit klaren Linien. Einfaches Manövrieren erforderlich. Geeignet für Familien mit Kindern ab 6 Jahren. Beispiel: Salzach bei Salzburg auf ruhigeren Abschnitten.

Klasse III – Mittelschwer

Unregelmäßige Wellen, Walzen und Hindernisse. Guide-Kommandos müssen befolgt werden. Der häufigste Einstiegslevel für kommerzielle Rafting-Touren. Beispiel: Inn bei Imst (Familienabschnitt), Salzach Taxenbach.

Klasse IV – Schwierig

Kraftvolle, unberechenbare Strömungen. Präzises Paddeln erforderlich, Rettungsmanöver möglich. Mindestalter meist 14–16 Jahre. Beispiel: Ötztaler Ache, obere Salza.

Klasse V – Sehr schwierig

Extrem anspruchsvoll, gefährlich. Nur für erfahrene Paddler und Profi-Guides. Rettung schwierig. Beispiel: Inn Finstermünzschlucht, oberer Inn.

Klasse VI – Extrem

Nicht befahrbar oder nur von Weltklasse-Paddlern unter extremen Bedingungen. Nicht für kommerzielle Touren geeignet.

Tipp: Die meisten Raften-Touren in Österreich sind in Klasse III–IV eingestuft – damit sind sie aufregend, aber für gesunde Erwachsene ohne Vorkenntnisse sicher buchbar.