Sicherheit beim Rafting: Grundregeln für alle

Rafting bei professionellen Anbietern ist eine sichere Freizeitaktivität – vorausgesetzt, alle Teilnehmer kennen und befolgen die grundlegenden Sicherheitsregeln. Dieser Guide fasst die wichtigsten Punkte zusammen, die du vor deiner ersten (oder nächsten) Rafting-Tour wissen solltest.

Ausrüstung richtig anlegen

Die Schwimmweste muss eng anliegen und richtig verschlossen sein – kein lose baumelnder Verschluss, keine lockere Passform. Der Helm sitzt korrekt, wenn er nicht wackelt und die Stirn bedeckt. Neoprenanzüge sollten vollständig geschlossen sein; ggf. gibt es auch Trockenanzüge für kältere Wassertemperaturen.

Im Boot: Sitzen, Paddeln, Reagieren

Füße immer unter der Tube (Bootswand) einhaken – das gibt Halt bei starken Bewegungen. Beim Paddeln: Kraft kommt aus dem Rumpf, nicht nur aus den Armen. Befehle des Guides sofort ausführen – "Paddeln!", "Stop!", "Rechts!" sind keine Empfehlungen, sondern Kommandos. Im Whitewater zählt jede Sekunde.

Bei einem Kentern: Was tun?

Kenterung ist selten, aber möglich. Wenn du ins Wasser fällst: Nicht panisch werden. Rücken zum Strömung, Füße nach vorne halten (bekannt als "Wildwasserschwimmen"), damit die Füße Felsen abfedern. Nicht stehen, wenn das Wasser unter Brust ist – Fuß kann sich im Fels verklemmen. Dem Boot folgen, der Guide und das Rettungsteam sind sofort zur Stelle.

Gesundheitliche Voraussetzungen

Herzkrankheiten, Epilepsie, starker Schwindel oder andere relevante Erkrankungen sollten dem Guide vorab mitgeteilt werden. Schwimmen können ist empfehlenswert, aber nicht zwingend – die Schwimmweste trägt dich. Kinder unter 6 Jahren und Schwangere sollten keine Klasse III+ Touren machen.